Statuten

STATUTEN DES SAMARITERVEREINS GOSSAU ZH (Gültig ab 1. Januar 1997)

1. ALLGEMEINES

Artikel 1 Name und Sitz

Unter dem Namen Samariterverein Gossau ZH besteht ein Verein im Sinne der Art. 60 ff
ZGB mit Sitz am jeweiligen Wohnort des Präsidenten. Er wurde 1922 gegründet.

Artikel 2 Zweck

Der Verein bezweckt die Förderung des Samariterwesens und die Erfüllung humanitärer Aufgaben in Sinne des Rotkreuzgedankens. Er anerkennt die Grundsätze des Roten Kreuzes, wie sie in den Statuten der Internationalen Bewegung des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes von 1986 festgehalten sind. Sie lauten: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Einheit, Universalität.
Der Verein entfaltet die im Leitbild des Schweizerischen Samariterbundes den
Samaritervereinen zugeordneten Tätigkeiten und kann darüber hinaus alles unternehmen, was der Erfüllung des Vereinszweckes dient. Er beschränkt seine Tätigkeit ausser im Fall besonderer Abmachungen oder akuter Notlagen auf sein geographisches Einzugsgebiet.

Artikel 3 Kantonalverband und SSB

Der Verein ist Mitglied des Kantonalverbandes Zürich und damit Angehöriger des
Schweizerischen Samariterbundes.
Er anerkennt die Statuten, Reglemente und Beschlüsse der zuständigen Organe des
Kantonalverbandes Zürich und des Schweizerischen Samariterbundes.

2. MITGLIEDER

Artikel 4 Mitglieder

Der Verein besteht aus Aktivmitgliedern, Ehrenmitgliedern und Passivmitgliedern.

Artikel 5 Aktivmitglieder

Als Aktivmitglieder werden natürliche Personen aufgenommen, die sich durch persönliche
Mitarbeit an der Verfolgung des Vereinszweckes beteiligen.

Artikel 6 Ehrenmitglieder

Zu Ehrenmitgliedern können auf Antrag des Vorstandes natürliche Personen ernannt werden, die sich um den Verein oder um das Samariterwesen im allgemeinen besonders verdient gemacht haben. Die Ernennung steht der Vereinsversammlung zu.

Artikel 7 Passivmitglieder

Als Passivmitglieder können natürliche oder juristische Personen aufgenommen werden, die sich an der Verfolgung des Vereinszweckes durch finanzielle Zuwendungen beteiligen.

3. BEGINN UND ENDE DER MITGLIEDSCHAFT

Artikel 8 Eintritt

Die Mitgliedschaft entsteht durch Beitrittserklärung und Aufnahmebeschluss des Vorstandes, unter Bekanntgabe an die nächste Vereinsversammlung.
Mit dem Eintritt anerkennt jedes Mitglied die Statuten und die fiir die betreffende
Mitgliederkategorie verbindlichen Beschlüsse der zuständigen Organe.

Artikel 9 Austritt, Ausschluss

Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Ausschluss oder Tod bzw. Auflösung der juristischen Person.
Der Austritt muss dem Vorstand schriftlich mitgeteilt werden. Das austretende Mitglied bleibt fur das laufende Vereinsjahr beitragspflichtig.
Mitglieder, die den Verein schädigen oder deren Verhalten die Vereinsinteressen erheblich verletzt, müssen vom Vorstand ermahnt werden. Bleibt diese Mahnung unwirksam, kann der Vorstand den Ausschluss verfugen und hat diesen dem ausgeschlossenen Mitglied sofort schriftlich mitzuteilen. Ausgeschlossene können an die nächste Vereinsversammlung rekurrieren; deren Beschluss ist endgültig. Das Erlöschen der Mitgliedschaft hat den Verlust aller Mitgliedschaftsrechte zur Folge.

4. RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER

Artikel 10 Aktivmitglieder

Die Aktivmitglieder sind verpflichtet,
-sich an den Tätigkeiten des Vereins aktiv zu beteiligen, die Interessen des Vereins nach
Kräften zu wahren und seine Bestrebungen zu fördern,
- ohne Ansehen der Person Verletzten und Erkrankten freiwillig Erste Hilfe zu leisten und sich
Kranker und Notleidender körperlich und seelisch helfend anzunehmen,
- die von der Vereinsversammlung festgesetzten Beiträge zu entrichten,
-zur Erreichung des Fachausweises "Erste Hilfe" mindestens 6 Fachübungen jährlich zu besuchen.
Die Aktivmitglieder sind an der Vereinsversammlung stimm- und antragsberechtigt

Artikel 11 Passivmitglieder

Die Passivmitglieder haben mindestens den von der Vereinsversammlung festgelegten
Jahresbeitrag zu entrichten.
Sie sind berechtigt, an der Vereinsversammlung mit beratender Stimme teilzunelunen.

Artikel 12 Ehrenmitglieder

Die Ehrenmitglieder haben keinerlei Pflichten gegenüber dem Verein. Sie sind an der
Vereinsversammlung stimm- und antragsberechtigt.

5. ORGANE

Artikel 13 Organe
Die Organe des Vereins sind: I. Die Vereinsversammlung
2. Der Vorstand
3. Der Technische Ausschuss
4. Die Revisoren

Artikel 14 Vereinsversammlung - Bestand

Das oberste Organ des Vereins ist die Vereinsversammlung.
Sie besteht aus den Aktiv- und den Ehrenmitgliedern. Die Passivmitglieder können an der
Vereinsversammlung mit beratender Stimme teilnehmen.

Artikel 15 Vereinsversammlung - Geschäfte

Der Vereinsversammlung steht die Behandlung folgender Geschäfte zu: Als jährliche ordentliche Geschäfte:
I. Wahl der Stimmenzähler
2. Genehmigung des Protokolls de letzten Vereinsversammlung
3. Genehmigung der Jahresberichte a) des Präsidenten
b) des Technischen Ausschusses
4. Genehmigung der Jahresrechnung gemäss Bericht und Antrag der Rechnungsrevisoren
5. Entlastung des Vorstandes
6. Genehmigung des Jahresprogramms
7. Festsetzung der Jahresbeiträge
8. Genehmigung des Voranschlags

9. Wahlen
a) des Präsidenten
b) des Obmanns des techn. Ausschusses b) der weiteren Vorstandsmitglieder
c) der Samariterlehrer
d) der Rechnungsrevisoren

sowie bei Vorliegen entsprechender Anträge:

- Beschlussfassung über Anträge des Vorstandes und der Mitglieder
- Ernennung von Ehrenmitgliedern
- Statutenänderung
- Rekursentscheid gegen Verfügungen des Vorstandes auf Ausschluss eines Mitglieds
-Auflösung des Vereins.

Artikel 16 Vereinsversammlung- Fristen, Anträge, a.o. Versammlung

Die ordentliche Vereinsversammlung findet jährlich im ersten Vierteljahr statt. Deren Datum ist den Mitgliedern mindestens sechs Wochen vorher bekanntzugeben.
Anträge der Mitglieder sind dem Vorstand bis spätestens vier Wochen vor der Versammlung schriftlich einzureichen.
Auf Beschluss des Vorstandes oder auf schriftliches Begehren (unter Nennung der Traktanden) von mindestens einem Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder ist innert acht Wochen eine ausserordentliche Vereinsversammlung einzuberufen.
Die Einladung zur Vereinsversammlung mit Bekanntgabe der zu behandelnden Geschäfte hat mindestens 14 Tage vorher schriftlich zu erfolgen.

Artikel 17 Vereinsversammlung - Leitung, Protokoll

Die Vereinsversammlung wird vom Präsidenten, bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten oder einem anderen vom Vorstand bezeichneten Vorstandsmitglied, geleitet. Über deren Beschlüsse ist ein Protokoll aufzunehmen.

Artikel 18 Vereinsversammlung- Abstimmungen, Wahlen

Bei Abstimmungen entscheidet das relative Mehr der abgegebenen Stimmen (Art. 24 und 25 bleiben vorbehalten), bei Stimmengleichheit der Stichentscheid des Vorsitzenden.
Bei Wahlen entscheidet im ersten Wahlgang das absolute Mehr, im zweiten das relative Mehr der abgegebenen Stimmen.
Abstimmungen und Wahlen finden in der Regel offen statt. Auf Begehren von mindestens einem Fünftel der anwesenden Stimmberechtigten erfolgen sie geheim.

Artikel 19 Vorstand - Bestand, Amtsdauer

Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Obmann des Technischen Ausschusses, sowie
7 weiteren Mitgliedern. Er konstituiert sich, mit Ausnahme der zwei bestimmten Chargen, selbst.
Die Amtsdauer aller Vorstandsmitglieder beträgt ein Jahr, bei unbeschränkter
Wiederwählbarkeit

Artikel 20 Vorstand - Aufgaben, Kompetenzen

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Erfüllung der statutarischen Aufgaben und verfugt dazu über alle Kompetenzen, die nicht der Vereinsversammlung vorbehalten sind. Der Vorstand vertritt den Verein gegen aussen. Die für den Verein verbindliche Unterschrift fuhren der Präsident oder Vizepräsident zusammen mit einem anderen Vorstandsmitglied.
Der Vorstand ist befugt, über im Voranschlag nicht vorgesehene Ausgaben bis zur Höhe von
10% des Vereinsvermögens zu beschliessen.

Artikel 21 Vorstand - Geschäftsführung

Der Vorstand tagt auf Einladung des Präsidenten, so oft es die Geschäfte erfordern. 5
Mitglieder des Vorstandes können schriftlich die Einberufung einer Sitzung verlangen, die innert Monatsfrist stattfinden muss. Die Vorstandssitzungen werden vom Präsidenten oder Vizepräsidenten geleitet.
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder, worunter der Präsident oder Vizepräsident, anwesend ist.
Beschlüsse erfolgen durch die Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Der Vorsitzende stimmt mit. Bei Stimmengleichheit fällt er den Stichentscheid.

Artikel 22 Technischer Ausschuss

Der Technische Ausschuss besteht aus den Samariterlehrern, dem Präsidenten und dem
Materialverwalter.
Zum Aufgabenbereich des Technischen Ausschusses gehören die Planung und Durchführung sämtlicher der Erfüllung des Vereinszweckes dienender Aktivitäten des Vereins sowie die Bewirtschaftung des Materialmagazins. In diesem Bereich bereitet er die Beschlüsse des Vorstandes bzw. der Vereinsversammlung vor, stellt Anträge an den Vorstand und fuhrt dessen Beschlüsse aus. Der Vorstand kann ihm Entscheidungskompetenz in seinem Fachbereich einräumen.
Der Technische Ausschuss wählt aus seiner Mitte einen Obmann, der Einsitz im Vorstand hat. Für die Arbeitsweise des Technischen Ausschusses gelten die Bestimmungen von Art. 21 sinngemäss.

Artikel 23 Revisoren

Die Vereinsversammlung wählt drei Rechnungsrevisoren.
Ihnen obliegt die Prüfung der Rechnungsführung des Vereins. Sie haben über ihren Befund der
Vereinsversammlung schriftlich Bericht zu erstatten und Antrag zu stellen.
Ihre Amtsdauer beträgt drei Jahre, wovon das erste Jahr in der Funktion des Ersatzrevisors. Jährlich ist ein Revisor zu ersetzen.

6. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Artikel 24 Statutenänderung

Die Änderung dieser Statuten bedarf des Beschlusses einer Vereinsversammlung mit einer
Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen.

Artikel 25 Auflösung

Die Auflösung des Vereins bedarf des Antrages des Vorstandes oder der Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder.
Sie kann nur an einer speziell hierfür einberufenen ausserordentlichen Vereinsversammlung beschlossen werden. Der Beschluss zur Auflösung erfordert die Zustimmung von vier Fünfteln der abgegebenen Stimmen.
Im Falle der Auflösung beschliesst die Vereinsversammlung über die Verwendung des
Vereinsvermögens im Sinne des Vereinszwecks.

Artikel 26 Diverses

Diese Statuten sind von der ausserordentlichen Vereinsversammlung vom 11.12.1996 angenommen worden.

Sie treten vorbehältlich der Genehmigung durch den Kantonalverband Zürich am 1. Januar
1997 in Kraft und ersetzen die bisherigen Statuten vom 3. Februar 1978 sowie deren Änderung vom 7. Februar 1986.

Wird in diesen Statuten die männliche Form zur Bezeichnung von Funktionen und Personen im Verein ("Präsident", "Samariterlehrer", usw.) verwendet, so gilt die verwendete Schreibweise auch fur weibliche Bezeichnungen.

Gossau ZH, den 11.12. 1996